Medienmitteilung | Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam gegen die schädliche «10-Millionen-Initiative»
Die Solothurner Handelskammer, die Gewerkschaft Unia Biel-Seeland/Solothurn sowie die Nachbur AG in Holderbank stellen sich gemeinsam gegen die sogenannte «10-Millionen-Initiative» beziehungsweise «Chaos-Initiative». Mit einem sozialpartnerschaftlichen Auftritt setzen sie bewusst ein gemeinsames Zeichen gegen eine Initiative, welche Arbeitsplätze, Wohlstand, Sicherheit und die bilateralen Beziehungen mit Europa gefährdet.
Die gemeinsame Aktion zeigt: Die Sorge um den Werkplatz Schweiz, den Fachkräftemangel und stabile Beziehungen zu Europa wird von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gleichermassen geteilt.
Gemeinsames Zeichen der Sozialpartner
Mit dem gemeinsamen Auftritt bei der Nachbur AG machen Arbeitgeber und Gewerkschaften deutlich, dass die Initiative weit über die Zuwanderungsfrage hinausgeht. Gerade exportorientierte Unternehmen sind auf stabile Beziehungen zu Europa und auf qualifizierte Mitarbeitende angewiesen.
Daniel Graf, CEO der Nachbur AG, sagt: «Die Chaos-Initiative gefährdet unsere Wirtschaft, verschärft den Fachkräftemangel und untergräbt die europäische Zusammenarbeit. Ein starrer Bevölkerungsdeckel löst keine Probleme, sondern schafft neue.»
Fachkräftemangel würde sich verschärfen
Bereits heute fehlen in vielen Branchen qualifizierte Arbeitskräfte. Besonders betroffen sind Industrie, Gesundheitswesen, Gastronomie, Bau und Gewerbe. Die Sozialpartner warnen davor, dass die Initiative den bestehenden Fachkräftemangel massiv verschärfen würde.
Daniel Probst, Direktor der Solothurner Handelskammer, betont: «Unsere Unternehmen brauchen verlässliche Beziehungen zu Europa und Zugang zu Fachkräften. Die Initiative schafft Unsicherheit und gefährdet Arbeitsplätze, Investitionen und Wohlstand.»
Initiative gefährdet bewährten bilateralen Weg
Durch die Kündigung der Personenfreizügigkeit wären aufgrund der Guillotine-Klausel auch weitere bilaterale Abkommen mit der Europäischen Union gefährdet. Dies hätte direkte Auswirkungen auf Exportwirtschaft, Forschung, Versorgungssicherheit und den Alltag der Bevölkerung.
Sören Niemann, Regionalsekretär Unia Biel-Seeland Solothurn, erklärt: «Wer den bilateralen Weg leichtfertig aufs Spiel setzt, gefährdet nicht nur Unternehmen, sondern auch Arbeitsplätze und die Stabilität. Gerade die Arbeitnehmenden wären von den wirtschaftlichen Folgen direkt betroffen.»
Die Initiative löst keine bestehenden Probleme, sondern schafft neue Unsicherheiten für Unternehmen, Mitarbeitende und Bevölkerung. Statt starrer Obergrenzen braucht die Schweiz pragmatische Lösungen bei Themen wie Infrastruktur, Wohnraum und Fachkräftesicherung.