Solothurner Wirtschaft zeigt sich robust
Die Solothurner Handelskammer und der KMU- und Gewerbeverband Kanton Solothurn haben heute die neusten Ergebnisse des Solothurner Wirtschaftsbarometers veröffentlicht. Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass die Solothurner Wirtschaft trotz des schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds erstaunlich robust bleibt. Das erste Quartal ist bei einem Indexwert von 26 Punkten gut gelungen und auch die Erwartungen für das zweite Quartal sind ansprechend. Bescheidener sind die Erwartungen weiterhin in der Solothurner Industrie. Als konjunkturelle Stütze erweisen sich das Baugewerbe und der Dienstleistungssektor.
Seit 2022 steht die Wirtschaftslage im Zeichen von geopolitischen Krisen und weltwirtschaftlichen Verwerfungen. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, die sprunghafte Zoll- und Wirtschaftspolitik der USA unter Präsident Trump und seit Ende Februar der Krieg im Iran mit seinen Auswirkungen auf die Seewege und Energieversorgung führen zu grossen Spannungen und Unsicherheit auf dem Weltmarkt.
Geglückter Jahresauftakt 2026
Es erstaunt nicht, dass sich die Solothurner Wirtschaft diesem Umfeld nicht entziehen kann und nicht grossartig Fahrt aufnimmt. Allerdings macht die aktuelle Umfrage deutlich, dass sich die Solothurner Unternehmen erstaunlich robust präsentieren. Der Jahresauftakt 2026 gelang der Solothurner Wirtschaft bei einem Index-Wert von 26 Punkten ansprechend.
Zuversicht trotz schwierigen Rahmenbedingungen
Auch der Ausblick auf das zweite Quartal 2026 lässt bei den Solothurner Unternehmen trotz schwierigen Rahmenbedingungen eine gewisse Zuversicht erkennen. Der Barometer-Index kommt ebenfalls bei 26 Punkten zu liegen. Gestützt wird die Konjunktur durch ein weiterhin sehr gut laufendes Baugewerbe (+42) und einen starken Dienstleistungssektor (+29). Bei den Dienstleistungen gehen insbesondere der für den Kanton Solothurn wichtige Bereich Verkehr & Logistik (+44) und die unternehmensbezogenen Dienstleistungen (+32) von einer positiven Entwicklung aus.
Die Erwartungen in der Industrie bleiben verhaltener, allerdings liegt der Indexwert wieder im positiven Bereich (+16). Angespannt bleibt die Lage für energieintensive Bereiche wie das Papier-, Karton- und Druckgewerbe (-43) und die auf Erdöl angewiesene Chemie- & Kunststoffindustrie (-25). Eine gewisse Entspannung erhofft sich hingegen die seit längerem angeschlagene MEM-Industrie (+15).
Beschäftigungslage stabil
In Bezug auf die Beschäftigung geben die befragten Solothurner Unternehmen an, dass der Personalbestand im zweiten Quartal 2026 leicht ansteigen dürfte (Indexwert +10). Aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage sind die Solothurner Unternehmen zwar weiterhin zurückhaltend, wenn es um Neuanstellungen geht, dennoch dürften nach zwei bescheidenen Jahren auch wieder neue Stellen geschaffen werden.